Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte

  • Rechtsanwaltsfachangestellte unterstützen den Rechtsanwalt oder die Rechtsanwältin bei zahlreichen in der Kanzlei anfallenden rechtsanwendenden, organisatorischen und kaufmännischen Aufgaben

  • Sie bereiten Schriftsätze, wie z.B. anwaltliche Aufforderungsschreiben vor, planen und überwachen Termine und Fristen und organisieren die Arbeitsprozesse im Büro
  • Sie bearbeiten gerichtliche Mahnverfahren und planen und überwachen Maßnahmen zur Zwangsvollstreckung
  • Sie beraten und betreuen Mandanten, auch über Telefon und Internet und nutzen dabei ihre kommunikative Kompetenzen
  • Sie fertigen Klageschriften unter Verwendung von Textverarbeitungsprogrammen und bereiten bei Bedarf den Antrag auf Prozesskostenhilfe vor

  • Sie erstellen Schriftsätze zur Einlegung und Begründung von Berufung und Revision, um erforderlichenfalls gerichtliche Entscheidungen überprüfen zu lassen

  • Für alle Vorgänge erstellen sie die anwaltliche Gebührenrechnung
  • Notarfachangestellte bereiten die Beurkundungstätigkeit des Notars oder der Notarin weitgehend vor und entwerfen z.B. Grundstückskaufverträge, Testamente, Erbscheinsanträge, Grundpfandsrechtsbestellungen sowie Anmeldungen zum Handelsregister 
  • Sie kümmern sich eigenverantwortlich um die Abwicklung der Beurkundungstätigkeit des Notars bzw. der Notarin mit dem Grundbuchamt, dem Handelsregister, dem Nachlassgericht und anderen zuständigen Stellen

Unterricht

Duale Ausbildung im...

...Lernort Ausbildungsbetrieb

Die Ausbildung in einer regional ansässigen Kanzlei eines Rechtsanwaltes bzw. eines Rechtsanwaltes und Notars dauert in der Regel drei Jahre. Bei insgesamt guten schulischen Leistungen kann die Ausbildung um bis um ein Jahr verkürzt werden.


...Lernort HANSE-Berufskolleg Lemgo

Es besteht Schulpflicht in der gesamten Ausbildungszeit. Der Unterricht während der Ausbildung wird in Form von Teilzeitunterricht (2 Tage Berufsschulunterricht pro Woche) erteilt.

Die Berufsschultage der Unterstufe sind der Montag und Mittwoch. Die Berufsschultage der Mittelstufe sind der Dienstag und Donnerstag und die Berufsschultage der Oberstufe sind der Mittwoch und Freitag.

Berufsbezogener Bereich1. Jahr2. Jahr3. Jahr
Betriebsprozesse12040-
Wirtschafts- und Sozialprozesse20080-
Anwaltliche Geschäftsprozesse-12080
Notarielle Geschäftsprozesse-40200
Fremdsprachliche Kommunikation-40-
Differenzierungsbereich
Betriebsprozesse--40
Datenverarbeitung404040
Anwaltliche Geschäftsprozesse-4040
Berufsübergreifender Bereich
Deutsch / Kommunikation-4040
Politik / Gesellschaftslehre404040
Religionslehre40--
Sport / Gesundheitsförderung40-

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  • Der Unterricht wird unter Berücksichtigung sog. Bündelungsfächer lernfeldbezogen  erteilt
  • Berufsbezogene und schülerorientierte Lernsituationen bilden die Ausbildungsinhalte realitätsnah ab
  • Eine Kernteambildung bei den Lehrkräften und der kontinuierliche Einsatz in den Rechtsanwalts- und Notarfachklassen sichert den Einsatz hochqualifizierter Lehrkräfte die zudem von bewährten Praktikern unterstützt werden.
  • Die fachbezogenen Unterrichtseinheiten werden regelmäßig evaluiert.
  • Der Besuch von Gerichtsverhandlungen und anderer außerschulischer Lernorte wird, soweit möglich, in den Unterricht eingebunden

Die Zwischenprüfung wird zu Beginn des zweiten Ausbildungsjahres id.R. kurz vor den Herbstferien in schriftlicher Form vor dem örtlichen Prüfungsausschuss der Rechtsanwaltskammer abgelegt. Sie besteht aus zwei 60 minütigen schriftlichen Prüfungsleistungen in den Prüfungsbereichen

  1. Kommunikation und Büroorganisation und
  2. Rechtsanwendung.

Die  Abschlussprüfung findet i.d.R. im Mai und Juni des letzten Ausbildungsjahres statt und besteht aus den unten stehenden schriftlichen Prüfungsbereichen und dem mündlichen Teil Mandantenbetreuung:

  1. Geschäfts- und Leistungsprozesse (60 Minuten)
  2. Mandantenbetreuung ( 15 minütiges Fachgespräch)
  3. Rechtsanwendung im Rechtsanwaltsbereich (150 Minuten)
  4. Vergütung und Kosten (90 Minuten)
  5. Wirtschafts- und Sozialkunde (60 Minuten)

Auszubildende am HANSE-Berufskolleg haben die großartige Möglichkeit ein (mindestens) zweiwöchiges Praktikum im europäischen Ausland zu absolvieren – organisatorisch und finanziell unterstützt vom HBK und dem EU-Programm Erasmus+.

Zum Abschluss wird der international anerkannte Euro-Pass überreicht – höchst attraktiv für zukünftige Bewerbungen oder die Entwicklung im eigenen Unternehmen!

Ansprechpartner

Abteilungsleitung:

 StD Christian Jaschinski

 c.jaschinski[at]hanse-berufskolleg.de 

 0 52 61 / 807 - 02

 

Koordination:

OStR Daniel Montag

d.montag[at]hanse-berufskolleg.de

0 52 61 / 807 - 02

Voraussetzung

Abschluss eines Ausbildungsvertrages.

Anmeldung durch Unternehmen